Vitra Ampelphase V stop / motion

An der dicht befahrenen Frankfurter Gutleutstraße stehen täglich 40.000 PKW und Fußgänger vor einer roten Ampel. Grund genug diesen Umstand zu nutzen um kurz innezuhalten und dann weiter zu fahren. Durch diese Thematik entstand das Motto der 5. Ampelphase. Vitra stellt die Schaufenster ihres Showrooms renommierten Architekten für eigene interdisziplinäre Versuche in Kunst, Design und Architektur zu Verfügung.\r\n

„12.173“

\r\nInterdisziplinäres Arbeiten stand im Vordergrund – das Denken über Materialität über Bewegung und die Wege zur deren Realisierung.\r\n\r\nDer Beitrag zur Ampelphase ist als Versuchsanordnung zu sehen. Die Erforschung von Raum die als zentrale Aufgabe in der Architektur gestellt wird, soll hier für den Betrachter und Protagonisten erlebbar und erlernbar gemacht werden. Der Raum ist durch die Installation fühlbar und tritt nicht als Luftraum, sondern als festes Aggregat auf, der vom Besucher ertastbar und veränderbar ist.  Die kurzzeitige Entstehung des Raumes existiert nur in der Momentaufnahme. Der Stopp in Motion ist der Moment in dem der Raum entstanden ist. Jeder Benutzer erzeugt dabei eine eigene individuelle Form, die reversibel, einmalig und nicht reproduzierbar ist. Beim Verlassen des Exponates entspannen sich die elastischen Bänder und versetzten  das Objekt in Bewegung bzw. Schwingung, welche mit dem unverkennbaren Geräusch tausender aneinanderprallender Tischtennisbälle einhergeht. Die Ästhetik der Dynamik, Bewegung  und Verformung, fasziniert uns als formgebendes Paradigma und dient  immer häufiger als Entwurfsansatz für reale Bauvorhaben.\r\n\r\nFür das Exponat wurden für uns Architekten unkonventionelle Materialien verwendet. Zwischen einer Boden –  und Deckenplatte aus insg. 400kg schweren Stahlblechen wurden elastische Schnüre gespannt. Auf diesen Schnüren wurden Tischtennisbälle aufgefädelt. Diese stellt die zu verändernde Matrix dar. Insgesamt wurden in diesem Exponat 12.173 Bälle, über 1200 m Gummischnur  und  fast 500 m PVC Schlauch verarbeitet.   Ganz besonderen Dank gilt hier auch unseren Sponsoren, insbesondere die Firma Metall Art und die Fa. Sunflex, die durch eine Sachspende das Objekt ermöglicht haben.\r\n\r\n\r\n\r\n \r\n\r\nMerken

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